Besichtigen

Im Jahr 1093 wird in Fontfroide ein Benediktinerkloster gegründet, das sich aus Anlass des Aufenthalts des heiligen Bernhards im Languedoc 1145 dem Orden der Zisterzienser anschliesst. Mit dem Bau der Klosterkirche wird in diesem Jahr begonnen. Das spitzbogige Tonnengewölbe erhebt sich bis in 20 m Höhe und ist ein beeindruckendes Beispiel für die Schlichtheit zisterziensischer Baukunst.
 
 Der Kreuzgang stammt ebenso. wie auch der Kapitelsaal, einem Meisterwerk romanischer Baukunst, aus dem 12.Jh

Die Bautätigkeit erfährt zu Beginn des 13. Jh. eine Unterbrechung. Fontfroide liegt am Rande des Katharerlandes und entwickelt sich zum Zentrum der Orthodoxie. Die Ermordung des päpstlichen Legats von Innocenz III, des Fontfroider Mönchs Pierre de Castelnau im Jahre 1208, löst den Kreuzzug gegen die Albigenser aus. Nach Friedenschluss wird die Bautätigkeit wieder aufgenommen, der Kreuzgang aufgestockt und eingewölbt.

Fontfroides Bedeutung erstreckt sich bald über die ganze Region und bis weit nach Katalonien. Unter der Protektion der Herzöge von Barcelona wird in Poblet ein Tochterkloster gegründet.
 
 
 Diese Bedeutung Fontfroides hält bis zur Mitte des 14. Jh.unvermindert an. Aus dem Kloster gelangen zwei Äbte zu höchsten Ämtern: Arnaud Nouvel wird Kardinal, Kanzler der Kirche und schliesslich päpstlicher Legat im Prozess gegen die Templer. Jacques Fournier geht als Papst Benoît XII in die Geschichte ein.

1348 erreicht die Pest auch Frontfroide und vom Verlust von 3/4 seiner Mönche erholt sich Fontfroide nicht mehr.

Der grosse Reichtum des Klosters erweckt Begehrlichkeiten und 1476 fällt Fontfroide unter Kommende. Im XVII und besonders im XVIII Jh. werden durch die Kommendeäbte und die Priore zahlreiche bauliche Veränderungen an den Gebäuden vorgenommen: Der Schlafsaal der Laienmönche wird in einen Gästetrakt umgebaut, ein Wohntrakt für den Abt und eine Orangerie begrenzen den inneren Hof, im Ehrenhof wird eine elegante Mauer errichtet, Terrassengärten werden angelegt und ein grosses Portal schirmt diese kleine Welt nach aussen ab.
 
 Die letzten Mönche verlassen Fontfroide 1791. Glücklicherweise übersteht das Kloster die Wirren der Revolution ohne zu grosse Verluste. Neüs klösterliches Leben entsteht 1858, als sich eine kleine Gemeinschaft von Mönchen aus Sénanque wieder in Fontfroide ansiedelt. Der letzte Abt, Père Jean, stirbt 1895, weithin angesehen als Heiliger. Mit dem Gesetz gegen die religiösen Glaubensgemeinschaften aus dem Jahr 1901 erlischt das klösterliche Leben endgültig. Die letzten Mönche fliehen nach Spanien und die Anlage ist bis 1908 sich selbst überlassen. In einer Versteigerung wird Fontfroide von passionierten Kunstfreunden erworben und so vor den Verfall gerettet.

Umfangreiche Restaurationsarbeiten folgen. Farbige Kirchenfenster werden eingebaut, kunstvolle Schmiedearbeiten verzieren die Fensteröffnungen, Statuen und Halb-Reliefs schmücken die Mauern und Gärten.

Der 1990 angelegte Rosengarten mit mehr als 3000 Rosenstöcken setzt einen Kontrapunkt zur Farbe der Steine.

 
Direction du site : Alexandre d'Andoque - Webmaster : Rogier Fackeldey -
Site réalisé avec Genie Builder
Envoyez nous vos suggestions et remarques à info@fontfroide.com à l'attention du webmaster